Unsere Hauskatzen sind herrliche Geschöpfe. Diese Tiere haben ihre Gefühle besser im Griff als wir Menschen. Sie sind schneller und geschmeidiger als Hunde - und alle anderen Haustiere. Sie sind unabhängig, kraftvoll und selbstbeherrscht.
Leider schätzen wir die Katze oft falsch ein. Wohl deshalb, weil Katzen - im Gegensatz zu Hunden - komplett anders sind als wir.
Der Hund ist (wie wir auch) ein Rudeltier. Wir brauchen beide die Gesellschaft anderes. Dabei hat sich unsere Körpersprache (und die aller Rudeltiere), sehr weit entwickelt.
Wir Menschen lächeln und winken fröhlich, wenn wir jemanden näher winken - der Hund macht ebenfalls ein freundliches Gesicht und wedelt.
Die Katzen brauchen diese Kommuniktionsmöglichkeiten nicht.
Denn als Einzelgänger, als einzeln lebender Jäger braucht man keine so gut abgestufte Körpersprache.
Später als der Hund und wohl auch alle anderen Tiere hat sich die Katze uns Menschen angeschlossen. Aber erst im letzten Jahrhundert haben sie sich zu einem weitverbreiteten Haustier entwickelt.
Bei den "domestizierten" - also zu Hauskatzen gewordenen - Katzen lassen sich zwei Gruppierungen unterscheiden: "echte" und "verwilderte" Hauskatzen. Die echten Hauskatzen leben in unserer Gesellschaft - sie werden bei uns aufgezogen und wohnen gerne bei uns mit im Haus. Für echte Hauskatzen sind Menschen oft bessere Gefährten geworden, als andere Katzen.
Die verwilderten Hauskatzen jedoch, sind Katzen die in der freien Natur geboren wurden. Deshalb sind sie meist ohne eine menschliche Kontaktperson aufgewachsen.
Diese Katzen haben den Anschluss zum Menschen nicht gefunden - da sie in den ersten (prägenden) Wochen keinen Kontakt zum Menschen hatten.
Verwilderte Hauskatzen bleiben meist sehr scheu - auch wenn sie später den Kontakt zum Menschen suchen.